WordPress Classic Editor vs. Gutenberg: zwei Welten, ein Ziel

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Texte schreiben, Seiten bauen, Inhalte strukturieren – all das läuft in WordPress über ein zentrales Werkzeug: den WordPress Editor. Und genau hier entscheidet sich oft, ob Content-Erstellung flüssig läuft oder sich wie ein zäher Kaugummi anfühlt.

Denn WordPress bietet nicht den „einen“ Editor für alle Fälle. Stattdessen stehen sich zwei Konzepte gegenüber: der bewährte Classic Editor und der moderne Block-Ansatz von Gutenberg. Wer neu einsteigt, ist oft verwirrt. Wer umsteigt, skeptisch. Und wer beides kennt, weiß: Der Editor beeinflusst Workflow, Performance und sogar SEO stärker, als man denkt.

Zeit für einen klaren Überblick. Praxisnah, verständlich und ganz ohne Technik-Jargon.

Die WordPress Editoren im Überblick – zwei Welten, ein Ziel

Der WordPress Editor ist die zentrale Schaltstelle für sämtliche Inhalte einer Website. Hier entstehen Blogbeiträge, statische Seiten, Landingpages, Produkttexte oder auch komplexere Inhaltsstrukturen. Wer regelmäßig mit WordPress arbeitet, verbringt hier den Großteil seiner Zeit. Umso wichtiger ist es, den Editor nicht nur zu nutzen, sondern ihn wirklich zu verstehen.

Grundsätzlich stellt WordPress aktuell zwei relevante Konzepte zur Verfügung:

  • Classic Editor:
    Der klassische Texteditor im Stil eines einfachen Textverarbeitungsprogramms, stark textorientiert und linear aufgebaut.
  • Gutenberg:
    Der moderne, blockbasierte Editor, der heute als Standard gilt und Inhalte modular denkt.

Beide Varianten verfolgen dasselbe Ziel: Inhalte erstellen, strukturieren und veröffentlichen. Der Weg dorthin unterscheidet sich jedoch deutlich. Während der Classic Editor in erster Linie auf fortlaufendes Schreiben setzt und die Gestaltung weitgehend dem Theme überlässt, kombiniert Gutenberg Inhalt und Struktur bereits im WordPress Editor selbst.

Welche Variante besser passt, hängt daher nicht nur von Deinen persönlichen Vorlieben ab, sondern von ganz konkreten Faktoren wie Projektgröße, Content-Strategie, technischer Affinität und langfristiger Ausrichtung der Website.

Der WordPress Classic Editor – vertraut, direkt, reduziert

Der WordPress Classic Editor – vertraut, direkt, reduziert

Der Classic Editor war jahrelang das Herzstück von WordPress. Viele Nutzer schätzen ihn bis heute. Vor allem, weil er genau das tut, was er soll: Text bearbeiten.

Der WordPress Editor in dieser Variante erinnert stark an klassische Schreibprogramme. Überschriften, Absätze, Links und Bilder werden in einer fortlaufenden Textfläche eingefügt. Wer HTML kennt, kann unmittelbar eingreifen, wer nicht, bleibt im visuellen Modus.

Typische Einsatzszenarien:

  • Blogartikel mit klarer Textstruktur
  • Redaktionsworkflows mit festen Layouts
  • Projekte, bei denen das Design über Themes geregelt wird

Gerade für Texter, Redaktionen und SEO-orientierte Inhalte ist der Classic Editor oft angenehm schlank. Keine Ablenkung, keine Blöcke, kein Layout-Gefummel. Aber: Die Entwicklung steht hier weitgehend still. Neue Funktionen? Fehlanzeige. Zukunftssicherheit sieht anders aus.

Welche Vorteile bietet der Gutenberg Editor?

Mit Gutenberg hat WordPress den WordPress Editor grundlegend neu gedacht. Statt eines durchgehenden Textfelds besteht jeder Inhalt aus einzelnen Blöcken: Absatz, Überschrift, Bild, Liste, Button – alles ist ein eigenes Element.

Das klingt zunächst kompliziert, bringt aber klare Vorteile:

  • Inhalte lassen sich flexibler strukturieren
  • Layouts entstehen direkt im Editor
  • Wiederverwendbare Blöcke sparen Zeit
  • Inhalte sind technisch sauberer aufgebaut

Der Gutenberg Editor ist damit weniger Schreibmaschine und mehr Baukasten. Gerade bei Seiten mit visuellen Elementen, Landingpages oder modularen Inhalten spielt er seine Stärken aus. Anfangs wirkt das System ungewohnt. Hat man den Dreh raus, arbeitet man allerdings deutlich strukturierter, gerade bei komplexeren Seiten.

Gutenberg reloaded – der WordPress Block Editor in der Praxis

Heute ist Gutenberg mehr als nur ein Editor. Der WordPress Block Editor bildet die Basis für Full- Site-Editing, moderne Themes und zukünftige WordPress-Entwicklungen.

Das bedeutet konkret:

  • Header, Footer und Templates werden ebenfalls blockbasiert
  • Inhalte und Design wachsen stärker zusammen
  • Abhängigkeiten von Page Buildern nehmen ab

Für viele Projekte ersetzt der Block Editor inzwischen externe Tools. Seiten lassen sich unmittelbar im WordPress Editor gestalten. Ohne zusätzliche Plugins, mit sauberem Code und besserer Performance.

Natürlich hat das seinen Preis: Wer maximale Kontrolle über jedes Pixel will oder sehr spezielle Layouts benötigt, stößt an Grenzen. Für die meisten Business-Websites und Blogs reicht der Funktionsumfang jedoch vollkommen aus.

Classic oder Gutenberg – welche Variante für welches Projekt?

Die Frage nach dem richtigen WordPress Editor lässt sich nicht pauschal beantworten, denn das hängt von mehreren Faktoren ab:

Der Classic Editor eignet sich besonders für:

  • Textlastige Blogs
  • Redaktionssysteme mit festen Layouts
  • Nutzer, die bewusst auf Block-Logik verzichten wollen

Gutenberg ist ideal für:

  • Moderne Websites mit modularen Inhalten
  • Landingpages und Content-Marketing
  • Nutzer, die langfristig WordPress-Updates nutzen wollen

Wichtig: Der Classic Editor ist weiterhin nutzbar, aber kein Zukunftsmodell. Wer heute neu startet, sollte sich zumindest mit dem Block-Ansatz vertraut machen.

SEO, Performance und Workflow: Warum der Editor mehr beeinflusst, als man denkt

Der WordPress Editor wirkt sich indirekt auf viele technische Aspekte aus. Gutenberg erzeugt strukturierteren HTML-Code, was Suchmaschinen das Lesen erleichtert. Gleichzeitig lassen sich Inhalte klarer gliedern. Ein Pluspunkt für Nutzerführung und Lesbarkeit.

Der Workflow profitiert zusätzlich: Wiederverwendbare Blöcke, klare Strukturen und weniger externe Abhängigkeiten sparen langfristig Zeit. Gerade bei wachsenden Websites ist das ein echter Vorteil.

Der Classic Editor punktet dagegen mit Geschwindigkeit beim Schreiben, besonders für reine Textproduktion ohne Layout-Ansprüche.

Fazit – Der WordPress Editor als strategische Entscheidung

Der WordPress Editor ist kein technisches Detail am Rand, sondern ein zentrales Werkzeug für Struktur, Effizienz und Zukunftssicherheit Ihrer Website. Wer versteht, wie Inhalte im Editor aufgebaut, gepflegt und weiterentwickelt werden, spart langfristig Zeit, vermeidet Umwege und schafft eine stabile Grundlage für Wachstum.

Entscheidend ist aber letztlich nicht die Frage, ob Classic oder Gutenberg, sondern: Welcher WordPress Editor passt zu Deinem Projekt, Deinem Team und Deinen Zielen? Genau hier lohnt sich ein genauer Blick und gegebenenfalls professionelle Unterstützung.

Wenn Du unsicher bist, welcher Editor für Deine Website die beste Wahl ist, oder bestehende Inhalte optimieren, umstellen oder neu strukturieren möchtest, unterstützt Dich WP Munich – gerne von der strategischen Einordnung über die technische Umsetzung bis zur inhaltlichen Optimierung.

FAQ

Was ist der WordPress Editor?

Der WordPress Editor ist das zentrale Werkzeug zur Erstellung und Bearbeitung von Inhalten in WordPress, sowohl für Beiträge als auch für Seiten.

Ist der Classic Editor noch erlaubt?

Ja, der Classic Editor kann weiterhin genutzt werden, gilt allerdings inzwischen eher als Übergangslösung ohne aktive Weiterentwicklung.

Was ist der Unterschied zwischen Gutenberg und dem WordPress Block Editor?

Gutenberg ist der Name des Projekts, der WordPress Block Editor die konkrete Umsetzung im System.

Ist der Gutenberg Editor schlecht für SEO?

Nein. Im Gegenteil: Durch saubere Struktur und klare HTML-Elemente kann sich SEO sogar verbessern.

Kann man zwischen Editoren wechseln?

Ja, mit den WordPress Editor Plugins lässt sich der verwendete WordPress Editor anpassen. Ein späterer Wechsel ist möglich, sollte aber nur mit sorgfältiger Planung erfolgen.

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Redaktion

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